Garten-Tagebuch: Juli 2017

Die erste Ernte steht bevor! Und nicht nur im verwilderten Blumenbeet, auch auf der Terasse wird es immer bunter… Mittlerweile konnte ich sogar schon die ersten Kohlrabis ernten (und sie waren lecker!).

Hochbeet

Alles wächst und gedeiht, die Kartoffeln wuchern und wachsen höher, als ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Merke: nächstes Jahr größere Abstände zwischen den Pflanzen und insgesamt weniger gekeimte Kartoffeln vergraben.

Den Erdbeeren wachsen pro Pflanze mehrere Ableger, für die ich mir noch eine Verwendung überlegen muss. Vielleicht eine Erdbeertreppe oder -ampel auf der Terrasse? Früchte gibt es aber wahrscheinlich erst nächstes Jahr, denn bisher habe ich keine Blüten entdecken können. Gepflanzt habe ich einen Mix aus drei verschiedenen Sorten, und da die frühen Sorten keine Blüten gezeigt haben, hoffe ich auf eine umso erfolgreichere Ernte in 2018.

Ich bereue nur mittlerweile, dass wir das Beet nicht von unten mit einem Unkrautvlies geschützt haben. Im Garten herrscht leider eine Ackerwindenplage, und die jüngsten Sprosse entferne ich nun regelmäßig aus dem Beet. Naja, selbst schuld, dass ich mir die Arbeit nicht machen wollte… Jetzt habe ich eben ein bisschen „Instandhaltungsdienst“.

Dagegen kann ich gegen die Katzen, die mir immer wieder die Möhren- und Lauchpflanzen ausgraben, leider nichts tun. Jeweils eine Reihe Möhren und Lauch sind bisher vermutlich von Katzen ausgedünnt worden. Ich verstreue zwar fleißig Gewürznelken, aber mit dem nächsten Regen ist die Wirkung immer wieder weg. Für die nächste Pflanzperiode muss ich mir deshalb noch etwas überlegen (Zaun, Abdeckung o.ä.)
Viel schlimmer war in meinen Augen allerdings, dass sie in die Kartoffelpflanzen eine Schneise gearbeitet haben und dadurch einiges an Grünzeug zur Seite gedrückt haben. Ihrerseits haben die Kartoffelpflanzen dann das Möhrengrün „geplättet“. Ich habe jetzt provisorisch eine Schnur um das Kartoffelgrün gebunden, sodass das Beet mittlerweile wieder halbwegs ordentlich aussieht und ich hoffe, dass sich die Pflanzen wieder erholen.

 

Mit dem Verfüttern der Kapuzinerkresse an meine Haustiere (Degus) komme ich allerdings kaum hinterher, neben „Wiese“ (Löwenzahn, Klee, Gras, div. Unkräuter) gibt es zurzeit auch noch Kohlrabiblätter und die Kressen-„Äste“, die zuweit überhängen und die Kohlrabi verdecken. Immerhin freuen sich die zahlreichen Marienkäfer über die Blattläuse :)

Kohlrabi werde ich jedenfalls nächstes Jahr wieder pflanzen, vielleicht diesmal vorher im Haus die Pflänzen vorziehen und später nach draußen setzen. So oder so freue ich mich über das unbehandelte Gemüse :)

Die hangartig angelegte Seite des Hochbeets verschweige ich an dieser Stelle mal, denn die Pflanzsteine sind zum Großteil leer oder schon vom Unkraut erobert worden. Der Hang ist eigentlich für Küchenkräuter gedacht, bisher habe ich aber nur Schnittlauch, Petersilie und einen Lavendelstrauch gepflanzt.

Und das Titelbild zeigt eine wunderschöne Lilie, die jetzt im zweiten Jahr nach Einpflanzen der Blumenzwiebeln endlich blüht :)

Terrasse

Von der Terrasse habe ich leider keine „schönen“ Vorher-Fotos. Die aktuelle Ansicht muss erstmal genügen (zur Hälfte, die Terrasse ist ja insgesamt über 10m lang!) :) Das Geländer fehlt zurzeit noch, aber der Plan dafür steht bereits und bald besorgen wir das Material zum Selbstbauen.

Das wichtigste für mich sind natürlich die Pflanzen. Ohne sie würde die Terrasse leer und langweilig aussehen. Auch wenn ich aus Geld- und Interessenmangel nicht alles (Möbel, Blumen, Deko) aufeinander abstimme, finde ich es mittlerweile richtig gemütlich, vor allen Dingen durch die grünen und bunten Farbtupfer. Und mein Zitronenbaum kann in den wärmeren Jahreszeiten auch viel frische Luft genießen.

Calla

Die „Blaue Triteleie“ in der Sorte „Queen Fabiola“ (noch nie zuvor gehört), deren kleine Zwiebeln ich im Frühjahr überall mal vergraben habe, bekommt langsam ihre ersten Knospen. Besser spät als nie ;) Aber meine Lieblingsblumen sind zurzeit Callas, die ich sowohl in den Mauerpflanzsteinen als auch im Blumenkasten für das zukünftige Geländer untergebracht habe. Und auch für die Wohnung habe ich zwei schwarze Callas als Topfpflanzen, wobei die diesjährige Calla schon verblüht ist und die vom letzten Jahr langsam nachwächst. Wunderschöne Pflanzen, die anscheinend meinen nicht sehr talentierten grünen Daumen aushalten.

Daneben züchte ich mir gerade zwei Blumenkästen mit Passionsblumen heran, als zukünftigen Wind-/Sichtschutz. Den ursprünglichen Plan (Pflanzkasten mit Rankgitter aus Holz) habe ich verworfen, und ein schönes metallenes Rankgitter, was zur Größe des Blumenkastens passt, konnte ich noch nicht entdecken. Also ranken sich die Pflanzen gerade an je zwei Bambusstäben hinauf. Ich dünge zwar regelmäßig, aber bis jetzt ist noch keine Knospe entstanden.

Pflanzentreppe

Auf der Pflanzentreppe versammeln sich alle nicht winterharten oder noch zu verplanende Pflanzen. Die Pepino lassen auch noch auf sich warten, denn ohne Blüten gibt es keine Früchte. Dagegen spriest die Baumarktchili und produziert eine Schote nach der anderen. Für die Sukkulenten gibt es schon Pläne, aber von meinem Sukkulentenfieber werde ich noch durch andere Projekte berichten ;)

Ein bisschen „dekoriert“ habe ich auch, wenn man von den vielen Pflanzen absieht. Zum Beispiel habe ich mir alte, schiefe Obstkisten besorgt, die eigentlich ein Wohnzimmertisch werden sollten, aber ich habe mich dann doch vor der Arbeit gescheut (schmirgeln, lackieren, versiegeln) und stattdessen zwei von vier Kisten als Gartenregal auf der Terrasse genutzt, wo ich nun Blumentöpfe und Werkzeug lagern kann. Von den beiden anderen Kisten habe ich den ersten „Lattenring“ abgesägt und als Rahmen aufgehängt, in dem jetzt jeweils ein Teelicht steht. Den Rest der Kiste habe ich als Regal aufgehängt, dort haben Pflanzen und ein „Home“-Schrift Platz gefunden und verschönern damit die doch etwas in die Jahre gekommene Hausfassade.

Ich feuere also meine Passionsblumen weiter an und hoffe auf die ersten Blüten. Bis dahin!

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