[Selbstgemacht] Riesen-Sitzsack

Für meine Chainmaille– und sonstigen Bastelabende habe ich eine gemütliche Sitzgelegenheit mit genügend „Armfreiheit“ gewünscht, der weder zu hart noch zu weich ist, und auch nach ein paar Stunden noch bequem ist. Durch Zufall bin ich auf ein Bild eines Sitzsacks gestoßen, der einen Zipfel als eine Art Rückenlehne hatte (also nicht nur flach auf dem Boden liegt). Und da dachte ich mir, sowas kann ich bestimmt auch größer machen… Also habe ich mir einen riesigen Sitzsack genäht. Und nach einen halben Jahr habe ich auch endlich Fotos gemacht!

Die meisten Sitzsäcke sind entweder rund oder quadratisch, ich wollte mir aber einen 2in1-Sitzsack nähen, auf dem ich ordentlich sitzen, aber auch halbwegs liegen/herumlümmeln kann, um z.B. meine Haustiere auf Augenhöhe zu beobachten oder einfach mal abzuschalten.

Ich muss noch erwähnen, dass ich bis dahin so gut wie gar nicht genäht hatte, bzw. nie mit einer Maschine genäht habe. Ich habe also eigentlich keine Ahnung, sondern behelfe mir mit Logik und „Was sieht am besten aus?“. Seit einigen Jahren steht aber die alte Pfaff-Nähmaschine meiner Mutter bei mir, mit der ich vor einiger Zeit einen Mittelaltermantel versäumt habe. Da sie aber Funken sprüht, wurde es probeweise eine sehr günstige Nähmaschine vom Lidl, die für meine Zwecke, also zum Ausprobieren, völlig ausreicht. Der Sitzsack war also mein erstes richtiges Näh-Projekt!

Für die Größe habe ich einfach 2m Länge festgelegt (Breite = Breite der Meterwaren, hier 150cm), durch die Füllung ist der Sitzsack am Ende etwas kürzer, aber noch lang genug, damit die Beine nicht auf dem Boden liegen müssen. Für das Innenleben habe ich kleine Styroporkugeln gewählt, ideal für bequeme Sitzsäcke.


Material

Innenleben:

  • 4m (bzw. 2x 2m) Baumwollstoff (ca. 150cm breit)
  • ca. 600-700 Liter Styroporkügelchen (1-3mm)

Hülle:

  • 2m robuster Baumwollstoff („Segeltuch“) in grün (145cm breit)
  • 2m robuster Baumwollstoff („Segeltuch“) in grau (145cm breit)
  • Endlosreißverschluss in grau

Werkzeug:

  • Nähmaschine
  • reißfester Nähgarn (Polyester)

Vorgehen

Der Sitzsack besteht im Grunde aus zwei rechteckigen Stoffbahnen, die aufeinander gelegt und am Rand vernäht werden. Das besondere ist, dass eine kurze Seite um 90° gedreht zur gegenüberliegenden Seite des Rechtecks vernäht wird. Das ist etwas schwer zu erklären, die folgenden Skizzen bzw. Fotos sollten das aber ganz gut beschreiben.

Innenhülle

  1. Zuerst werden die zwei Stoffbahnen für die Innenhülle (je 2m) aufeinander gelegt und an den langen Seiten miteinander vernäht. Ich habe dazu einen Dreifach-Geradstich genutzt.
  2. Danach habe ich eine der beiden kurzen Seiten ebenfalls miteinander genäht.
  3. Nun ist nur noch eine Seite offen. Diese Öffnung wird nun „geöffnet“ und die beiden Nähte der langen Seiten aufeinander gelegt, sodass diese Naht um 90° gedreht zur kurzen Naht auf der anderen Seite liegt. Diese Seite wird bis auf eine kleine Öffnung zugenäht.
  4. Die Innenhülle wird auf rechts gedreht und zu 3/4 mit den Styroporkügelchen gefüllt. Danach wird die Öffnung zugenäht.

Außenhülle

Die Außenhülle wird genauso genäht wie die Innenhülle, allerdings fügen wir auf der zweiten kurzen Seite einen Reißverschluss in die Öffnung ein, damit ich die Hülle auch mal waschen oder auch auswechseln kann. Durch den offenen Reißverschluss kann ich die Hülle ganz leicht wenden und beziehe damit den Sitzsack.

Fertig

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